Burgturnier am 21. Mai 2016 in Nörten-Hardenberg

Die Moringerin Laura Ahlborn startete am Wochenende erstmals beim Burgturnier

„Ich habe es genossen“

Premiere beim Burgturnier: Die Moringer Nachwuchsreiterin Laura Ahlborn mit ihrem 17-jährigen Aramis. Foto: zhp

Mit einem Ritt in die Platzierungen in der Trostrunde im Kampf um den erstmals ausgetragenen Wettbewerb um die silberne Peitsche endete für die Moringer Reiterin Laura Ahlborn ihre Premiere beim Burgturnier in Nörten-Hardenberg.

In der Springprüfung mit Hindernissen bis zu einer Höhe von 1,40 Metern holte sie zum Abschluss mit ihrem 17-jährigen Hannoveraner Wallach Aramis mit vier Strafpunkten den siebten Platz.

Mit acht und neun Strafpunkten auf Platz 20 und 18 musste die 20-jährige Auszubildende zur Steuerfachgehilfin zuvor Abschied von ihrem Traum von der Finalteilnahme nehmen. „Es war trotzdem schön. Ich habe es genossen, unter der Burgruine zu reiten“, sagte die Nachwuchsreiterin, die Aramis als Neunjährigen auf einer Weide in Moringen entdeckt und zusammen mit ihrem Opa selbst ausgebildet hat.

Gegen die besten Amateure

Für die Kreismeisterin des vergangenen Jahres war allein die Einladung zum Burgturnier bereits ein riesiger Erfolg. Dort maß sie sich mit einer Auswahl der besten Amateure Deutschlands. „Ohne die Hilfe meiner Familie und meines Arbeitgebers wäre das nicht möglich gewesen“, sagte die junge Frau mit einem strahlenden Lächeln.

Aufregende Erfahrung

Die internationale Atmosphäre des Turniers mit Tierarzt-Check, der viertägigen Unterbringung ihres Pferdes im offiziellen Turnierstall und dem ganzen Drumherum fand sie aufregend. Die Belastungen bei den drei Prüfungen beeindruckten sie dagegen weniger. „Ich kann damit ganz gut umgehen“, sagte sie. Gewöhnen musste sie sich allerdings an die Atmosphäre auf dem von Zuschauern dicht umlagerten Abreiteplatz. „Da kam ich mir vor wie im Zoo.“

Aufregend war für sie auch der offizielle Empfang für die Reiter im Burghotel. Da war vorher natürlich noch die alles entscheidende Frage zu beantworten: Was zieht man bloß an? Sie entschied sich für das kleine Rote.

Vielleicht klappt es ja eines Tages noch einmal mit einem Sieg bei einer Prüfung des Burgturniers, schließlich war sie dort schon als Sechsjährige erfolgreich. Im Rahmen des damals noch stattfindenden Dressurturniers Klassika holte sie seinerzeit den ersten Platz in der Führzügelklasse. „Das war mit ihrem Pony Lukas“, erinnert sich Mutter Sabine Ahlborn. (zhp).

(Quelle: HNA, Hessische/Niedersächsische Allgemeine vom 23.05.2016)